Fahrt Um das Erg Chebbi

05.10.2014

 

Nach dem Frühstück gingen wir an den Pool. Wir informierten uns mehrmals, es konnten aber nicht alle Fragen geklärt werden, wie unsere Fahrt in die Dünen gestaltet werden sollte. Aber irgendwie gelang es uns dann doch die Wüstentour ab 15.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit zu organisieren. 

 

Diese Wüstentour umrundete den Erg Chebbi. Unser Guide sprach kein Wort französisch und so waren wir gespannt was jetzt auf uns zukam. Nach einer kleinen Dünen-Fahrt-Einlage besuchten wir ein Dorf in dem Instrumente gebaut wurden. Wir betraten ein Zimmer in dem einige Marokkaner musizierten und bekamen Tee serviert. Leider bekamen wir keine weiteren Informationen, sollten wir Trinkgeld geben? was war das hier?, wir fuhren einfach weiter. Keiner von uns wußte so recht was Sache war.

 

Die Fahrt ging weiter bis zu einem Fotohalt, dann weiter bis zu einem verlassenen Minenfeld. Der Boden war ganz schwarz. Hier wurde Blei abgebaut. Werner hat sich mal wieder in seinen Reiseführern kundig gemacht. In der Ferne erkannten wir das verlassene Minengräber-Dorf. Wir fuhren weiter und besuchten auf der Strecke eine Nomadenfamilie. Auch hier wussten wir nicht so recht und auch die Einheimischen nicht was uns hier erwartet. Den Kindern schenkten wir Süssigkeiten und Buntstifte. Der Vater bat um Augentropfen, die wir natürlich nicht dabei hatten, hätten wir´s gewußt.

 

Die Fahrt ging weiter Richtung Algerien, die Grenze konnten wir am Horizont erkennen. Bis er nach Westen abbog und eine Düne mit Allrad und Differenzialsperre erklomm - tosender Applaus von uns garantiert. Ein kurze Fotopause und weiter ging´s. Der Abend nahte bereits und wir wollten doch die Dünen mit ihren bezauberten Lichtspielen fotografieren. Langsam war ich etwas enttäuscht denn ich dachte wir fahren mit dem Allradfahrzeug ein wenig in den Dünen umher. Aber unser Guide kannte eine Stelle von wo aus mit Kamelen die Dünen erklommen werden konnte, er fuhr natürlich dorthin. Wir sechs im Auto murrten, den keiner von uns wollte diese Touristentour unternehmen und wir lehnten dies dankend ab. Aber unser Fahrer, obwohl ihm bestimmt die Provision entging, fuhr weiter und dann doch etwas die Dünen hoch, gerade noch zur rechten Zeit.

 

So waren alle zufrieden und kehrten in unser Hotel zurück. Was mich bei dieser Fahrt beeindruckte und überraschte, waren die unterschiedlichen Sand- und Gesteinsarten von schwarz über gelb bis rötlich wie oxidiertes Eisen und zwischendurch Sandstreifen, unglaublich vielfältig, nicht die Spur von Eintönigkeit der Steinwüste und immer auf der linken Seite das Erg Chebbi.


Erg Chebbi
Beginn der Rundfahrt um das Erg Chebbi
Erg Chebbi
Die Berge im Hintergrund sehen wir Algerien
Erg Chebbi
ein Schweizer musste sein Allradler ausfahren, weiter kam er nicht
Kamele vor Erg Chebbi
am nächsten Morgen
Erg Chebbi
verlassenes Minengräber-Dorf
Erg Chebbi
Erg Chebbi
Erg Chebbi

                                                                                                                           

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