Skandinavienreise 2012 von Mitte Juni bis Anfang August

Teil 2 Norwegen


14.07.2012 Borg

Hier besichtigten wir das Wikingermuseum. Auf der Lofoten-Insel Vestvågøy befindet sich die Ausgrabungsstätte Borg. Hier wurde in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Siedlung ausgegraben, deren Bestehen auf den Zeitraum 2. – 15. Jahrhundert datiert wurde. In der Wikingerzeit muss hier ein Hauptsitz gewesen sein. Es wird geschätzt, dass zu dieser Zeit mindestens 115 Höfe mit 1.800

Bewohnern in Borg zu finden waren. Spektakulär war der Fund der Überbleibsel eines 83 m langen Langhauses, das einem führenden Wikinger gehört haben muss. Dieses Langhaus wurde nachgebaut und fungiert jetzt als Wikingermuseum. Die Ausstellung im Langhaus vermittelt einen Einblick in den Alltag der Wikinger. Wohn-, Arbeits- und Schlafplätze sind aufgebaut.



Inselgruppe Lofoten & Vesterålen

15.07.2012 Der Ort A ist der südlichste Punkt auf den Lofoten

Heute Nach regnete es ununterbrochen. Wir beschlossen, bei diesem Wetter, den südlichen Teil der Lofoten bis zum Ende nach A durchzufahren und beim Rückweg die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. In A sind wir ein wenig rumgelaufen und in einer Bäckerei kauften wir ganz leckere Zimtschnecken. Danach sind wir wieder zurückgefahren und an einem Rastplatz übernachteten wir. Der Wind, Windböen bis 70 km/h, legte in der Nacht noch zu. 



Svolvaer



20.07.2012 Nyksund

Das Dorf ist Wendepunkt der schmalen Küstenstraße von Langøya, dort wo die Vesterålen, Norwegen und die Welt zu Ende sind. Dahinter liegt nichts als der schaumgekrönte Nordatlantik. Was tun hier, außer fischen? Hering gibt es reichlich, vor allem aber Skrei, den jungen Kabeljau, der im Frühjahr südwärts zieht.

Ende der Sechzigerjahre war das erste große Gehen, als es sich nicht mehr lohnte mit dem Fisch. Vor der Küste kreuzten plötzlich große Trawler mit Schleppnetzen, Radar und Echolot, für Nyksunds Fischer blieb kaum ein Hering mehr. Die meisten suchten sich einen Job in Myre, 20 Kilometer weiter, in der großen Fischfabrik. Und Norwegens Regierung zeigte wenig Neigung, die kränkelnden Küstendörfer vom Sterben abzuhalten. Die geplante Teerstraße wurde nicht gebaut, der Polizeiposten abgezogen, die Arztpraxis geschlossen. 1971 fuhr das letzte Mal der Schulbus. 1975 war Nyksund leer.

Es folgten Aussteiger aller Art. Cannabis-Experten und andere, die die verfallenen Häuser wieder halbwegs bewohnbar machten. Nyksund hatte einen Hindu-Tempel damals und war berühmt für seine Ska-Konzerte.

Ab 1997 wurde Nyksund wieder bewohnt. 24 Einwohner zählte der Ort heute. Es gibt hier sogar ein Restaurant mit Fremdenzimmer.



bis 22.07. unser Hauptquartier Nähe Bleick

Auf dem Campingplatz in der Nähe von Bleick blieben wir einige Tage.

 

Am Sonntagmorgen haben wir uns in Andenes wegen einer Walsafari erkundigt. Das Schiff um 13.00 Uhr war schon ausgebucht. Die nächste Fahrt ging um 16.00 Uhr los. Da das Wetter nicht so toll war, überlegten wir hin und her. Der Preis beträgt für eine Person € 120,-. Wir entschlossen uns dann, an dieser Walsafari nicht teilzunehmen.

 

Wir machten dafür einen Bootsausflug. Von Bleick mit der Leonore zur Vogelinsel. Durch meine dauernde fotografiererei wurde ich fast Seekrank. 

 

 



24.07.2012 Tromsø

Wir verliesen die Vesterålen und fuhren weiter nach Norden auf die Inselgruppe Senja und weiter bis Tromsø.

 

Im Hafen lag die Richard With, wir bekamen eine Bordkarte und konnten uns auf dem Schiff umsehen.

 

Pflichtprogramm war natürlich die Eisemeerkathedrale. Am Abend besuchten wir ein Konzert, das anlässlich des Besuches des Hurtigruten-Schiffes gespielt wurde.

 

Bild rechts unten:

So sah es auf dem Campingplatz am nächsten Morgen aus. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage für die nächsten Tage, haben wir beschlossen nicht bis zum Nordkap zu fahren und nicht ca. 550 km bzw. hin und zurück 1.100 km abzuspulen. Spritkosten ca. € 2,00 für Benzin pro Liter..

 

 



27.07.2012 Svartisen-Gletscher

Mit einer Ausdehnung von circa 370 Quadratkilometern ist Svartisen der zweitgrößte Gletscher Norwegens nach dem Jostedal-Gletscher. Er erstreckt sich über die Gemeinden Meløy, Rødøy, Beiarn und Rana, zwischen dem Holandsfjord, Glomfjord und Melfjord im Westen sowie dem Blakkadalen im Osten.

Es handelt sich zwar um den tiefstgelegenen Gletscher auf dem europäischen Kontinent vor Rückgang des Eises der letzten Eiszeit, Svartisen ist aber dennoch von mehreren Bergen mit einer Höhe von über 1.500 Metern umgeben. Snøtinden im Westen erhebt sich 1.595 Meter über den Meeresspiegel, die Gipfel von Sniptinden und Istinden im Osten liegen 1.586 und 1.572 Meter über dem Meer. 

Die MS Isprins brachte uns von der Straße (RV 17) über den Holandsfjord zur anderen Fjordseite. Wir wanderten ca. 4 km bis zum Gletscherende dann auf einem Pfad über den Fels bis zum Eis. Von unten sieht die Wanderung bis zum Gletschereis viel einfacher aus, als es wirklich ist. Der Weg ist mit Drahtseilen gesichert. Bei dem blauen Eis sieht man wie das Eis teilweise über dem Fels fließt, beeindruckend.



Unser Übernachtungsplatz für diese Nacht



27.07.2012 Mosjøen

Die unter Denkmalschutz stehenden Wohn- und Speicherhäuser "Siogata" aus dem 19. Jahrhundert.



29.07.2012 Brønnøysund

Auf der südlich von Brønnøysund gelegene Brücke warteten wir auf das

südgehehnde Schiff der Hurtigruten. Wir staunten nicht schlecht, es war die Richard With der wir schon in Tromsø begegneten. 



31.07.2012 Trondheim

Die ältesten der Kais am Fluss Nidelva stammen aus dem 18. Jahrhundert. Dennoch vermitteln sie immer noch den Eindruck von der Uferpromenade, wie sie lange vorher war. Die Kais erinnern uns an die Bedeutung von Trondheim als Handelsstadt.

 

Die alte Stadtbrücke wurde 1681 zum ersten Mal an dieser Stelle gebaut.

 

Die Nidaros-Kathedrale. Es wurde zur Begräbnisstätte von St. Olav, dem König von Norwegen. Sie wurde von 1070 bis 1300 erbaut und 1152 zur Kathedrale der Diözese Nidaros ernannt. Das Bild zeigt die Westseite der Kathedrale.



02.08.2012 weiter fahren wir südlich über die Atlantic-Straße

Die Atlantikstraße (norwegisch (Bokmål) Atlanterhavsveien) ist ein Abschnitt der norwegischen Straße 64 und liegt zwischen Molde und Kristiansund. Die Straße führt über acht Brücken und über mehrere kleine Inseln.

03.08.2012 Trollstigen


04.08.2015 Ålesund ist bekannt wegen seinen Jugenstilbauten

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Ålesund urkundlich erwähnt. Die Stadt wuchs stark an und wurde so zu einem der größten Fischereihäfen Norwegens und zum größten Exporthafen.

In der Nacht zum 23. Januar 1904 wurde Ålesund durch einen Brand die Innenstadt zerstört. Ausgelöst durch eine umgekippte Petroleumlampe in einer Margarinefabrik brannte das Feuer über 16 Stunden lang. Rund 850 Häuser – alle nahezu komplett in Holzbauweise errichtet – wurden vollständig zerstört und über 10.000 Einwohner wurden obdachlos.

Die Stadt wurde unter anderem mit Hilfe von Deutschland wieder aufgebaut. Kaiser Wilhelm II., ein großer Norwegenverehrer, ordnete die sofortige Hilfslieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und Baumaterialien an. Er schickte vier Schiffe der Reichsmarine zur Katastrophenhilfe, finanziert aus seinem Privatvermögen. Die entladenen Schiffe dienten den durch den Brand obdachlos gewordenen Menschen vorübergehend als Notunterkunft.




05.08.2012 Geirangerfjord

Von Valldal aus fährt eine Fähre durch drei Fjorde nach Geiranger. Also fuhren wir dort hin, und siehe da, es standen schon einige Camper für die morgentliche Fahrt bereit.

 

Der Wecker klingelte um 7.00 Uhr. Der erste Blick aus dem Fenster - Nebel bis zum Wasserspiegel. Wir warteten noch eine Stunde mit dem Aufstehen. Das Wetter änderte sich nicht, so entschlossen wir nur den kurzen Weg von Linge aus über den Norddalsfjord mit dem Gespann zu nehmen. Von Eidsdal aus ging es eine Bergstraße hoch bis zum Aussichtspunkt „Ornesvingen“, der 625 Meter hoch ist. Der Nebel war immer noch da, aber er lichtete sich bereits. Wir waren bis Nachmittag in Geiranger und schauten dem Treiben zu. Das Wetter war mittlerweile wunderbar. Weiter ging die Fahrt über den „Dalsnibba Pass“. Vorbei an dem Gletschersee „Breidalsvatnet“ führt die Straße, die als goldene Route genannt wird, nach Lom. Auf der Strecke besuchten wir den Wasserfall „Pollfoss“. An einem weiteren Wasserfall „Donfoss“ machten wir Brotzeit und fuhren weiter. In Lom besuchten wir die Stabkirche aus dem 12. Jh.

05.08.2012 Stabkirche in Lom

Die Stabkirche in Lom gilt als größte und am besten erhaltene Kirche des Landes.

 

Über Oslo, Göteborg, Malmö, Oresund-Brücke, Kopenhagen und Sundabelt-Brücke sind wir nach Hause gefahren.

 

 



Fazit

+ gefahrene Kilometer: 10.993 km

+ Spritverbrauch: 11,40l

+ Campingplatzgebühren: von € 14,- bis € 22,-

+ Spritpreise: Schweden ca. € 1,70, Norwegen ca. € 2,10,

  in Tromsø habe ich eine Tankstelle gesehen mit NOK 16,- = € 2,24

 

Die beiden Länder, Schweden und Norwegen, sind ausgesprochene Camperländer. Hier gibt es sehr viele Rastplätze. Mit teilweise beheizten Toiletten mit Waschbecken, und mit warmen Wasser und sehr sauber. Die Toiletten werden täglich gereinigt.

In Schweden wird sehr defensiv gefahren, das eine angenehme Reise ermöglicht. Ein richtiger Schock, wenn man dann in Höhe Oslo, Göteborg und erst Recht in Deutschland wieder fahren darf (muß).

 

Schweden ist vom Preisniveau in etwa 20% über Deutschland.

 

Norwegen ist sehr teuer. Teilweise kosten einige Dinge doppelt so viel wie bei uns (z. B. Hamburger mit Pommes und Cola € 16,--). Essen gehen, können sich vermutlich auch die Norweger kaum leisten, ist sehr teuer. Meine Vermutung weil die Restaurants kaum besucht werden.

 

Das preisgünstigste in beiden Ländern ist der Kaffee.