Über 14 Pässe

Reisebericht mit dem Wohnwagen aus der Region Savoyen und Hautes-Alpes


26.06.2018

Unsere letztjährige Fahrt in die französischen Alpen mußten wir wegen schlechter Wettervorhersage in Aosta abbrechen. Diese Reise wollten wir 2018 fortführen.

 

Und wieder möchten wir nur auf Landstraßen fahren. Wir fuhren eine andere Strecke gegenüber 2017. Dieses mal sollte die Route quer durch die Schweiz gehen. Die erste Etappe führte uns von Augsburg nach Bregenz, Appenzell, bei Rapperswil über den Zürichsee, an Luzern und Thun vorbei.

 

Kurze Pause, auf der Brücke zwischen Rapperswil und Hurden wandert man auf den Spuren der Jakobspilger.

 

Genächtig hatten wir auf dem Campingplatz "dürs Brückli" in Weissenbach im Obersimmental. Dieser Platz ist eigentlich ein kleiner Dauerplatz.


27.06.2018

Am nächsten Tag stand auf dem Routenplan die Strecke Weissenbach, Gstaad, Martigny, Großer St. Bernhard bis in´s Aosta-Tal. Übernachtet hatten wir auf dem Campingplatz "International Touring" in Aosta-Sarre.

 

Ein kleiner Bummel durch Gstaad, sehr schön, sehr teuer, Pizza 25,- SFR. 

 

Die Bahnlinien Goldenpass wird eine von den Schweizer Bahngesellschaften Montreux-Berner-Oberland-Bahn, Zentralbahn und BLS gemeinsam vermarktete Zugverbindung zwischen Luzern und Montreux bezeichnet.

 


28.06.2018

Weiter führt unsere Strecke über den Kleinen St. Bernhard den Pass La Rosière bis Bourg-Saint-Maurice. In der Nähe sind wir auf diesem Campingplatz L'Eden de la Vanoise gelandet.

Kleiner St. Bernhard. Im Hintergrund links ist der Mont Blanc zu sehen. Rechts die Statue des Heiligen Bernhard.


30.06.2018

Ab Bourg-Saint-Maurice hatten wir nur noch Temperaturen um die 30º. 

 

Unsere heutige Wanderung sollte uns bis zum Fort de la Platte führen. Dieses Fort liegt oberhalb von Bourg-Saint-Maurice. Die Festung wurde zwischen 1892 und 1894 gebaut und liegt auf 1.993 m.

 

Drei Tage junges Kalb war noch sehr müde, verständlich.

 

Fort de Platte. Der mit dem dicken Bauch ist der Brigadegeneral der Burg. 


01.07.2018

Kleiner St. Bernhard, Reisebericht Savoyen, Reisebericht Hautes Alpes, Großer St.Bernhard, Bourg-Saint-Maurice, Lac de Roselend, Cormet de Roselend

Heute machten wir eine grandiose Rundfahrt. Von Bourg-Saint-Maurice zum Lac de Roselend, Lac de Saint-Guérin, weiter zum Cormet d’ Arêches, danach fährt man über ein schönes Hochplateau bis Aime und wieder zurück auf der N 90 nach Bourg-Saint-Maurice.

 

Der Cormet de Roselend ist ein Gebirgspass mit einer Höhe von 1967 m in den französischen Alpen, Département Savoyen. Die Passtraße verbindet Bourg-Saint-Maurice im Tal der Isère mit Beaufort im Tal des Doron. 

 

Diese Rundfahrt kann ich empfehlen.

Einige Aufnahmen von der Auffahrt zur Passhöhe.

 

Fotos von der Passhöhe.

 

Lac de Roselend von der Ostseite des Passes und die Staumauer.

 

Die Abfahrt zum Lac de Saint-Guérin                     Lac de Saint-Guérin                                              Das kleine Asphaltsträßchen geht in Schotter über

                                                                                                                                                              und der Cormet d’Arêches wird erreicht.


02.07.2018

Weiter führte unsere Reise nach Briancon. Gefahren sind wir an Albertville vorbei, über die Pässe Col du Telegraphe, Col du Galibier, Col du Lautaret dann durch das Tal Vallee de la Guisane nach Briancon. Etwas südlich von Briancon Ortsteil Saint Blaise sind wird dann auf dem Campingplatz "Des 5 Vallees" gefahren. Hier möchte ich keinen Campingplatz empfehlen, denn jeder hat seine eigenen Vorstellungen. Uns hatte es hier gut gefallen.

 

Der TGV Paris-Lyon-Turin-Mailand hatte uns, wir fuhren auf der A 43, überholt.

 

Bild 1                                                                      Bild 2                                                                       Bild 3

 

1) Die südliche Abfahrt

 

2) Unterhalb der Passhöhe wurde 1891 dieser Tunnel gebaut. Die Straße des Tunnels erreicht eine Höhe von 2.556m. Die Tunnelröhre ist nur einspurig befahrbar. Eine Ampel regelt den wechselseitigen Autoverkehr. Gesperrt ist die Durchfahrt für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge mit Anhänger.

 

3) Aufnahme von dem Campingplatz "des 5 Vallee"


03.07 bis 14.07.2018

Auf diesem Campingplatz "Des 5 Vallees" blieben wir dann letztendlich 12 Nächte. Der Campingplatz war nur ca. 25% belegt. Diese Tatsache hat natürlich viel mit dem Wohlbefinden zu tun. Nur am Wochenende kamen viele Italiener. Damit möchte ich nur andeuten, dass der Platz dann natürlich voller war.

 

Von hier aus unternahmen wir einige Ausflüge. Unter anderem nach ...

 

Briançon

Briançon ist eine Stadt der Hautes-Alpes in Provence-Alpes-Côte d'Azur, fünfzehn Kilometer von der italienischen Grenze entfernt. Die Stadt liegt auf 1326 m Höhe, sie ist die höchste Stadt in Frankreich und liegt genau in der Mitte von fünf Tälern.

Die Oberstadt" Vauban" nach dem Baumeister genannt, ist mit einer Mauer umgeben.

 

In Briançon befindet sich eine bemerkenswerte Zahl militärischer Bauten, die zwischen dem 18. und 20. Jh. zur Verstärkung des

Verteidigungssystems der Stadt errichtet wurden.

Die Festung, die hoch oben auf einem Felsplateau wurde Ende des 17. Jh. von dem berühmten Festungsbaumeister Vauban errichtet. Aus ihrer militärischen Vergangenheit als uneinnehmbare Zitadelle hat die mit rötlichem Guillestre-Marmor erbaute Festung ein bemerkenswertes architektonisches Erbe bewahrt.

 

Seit der Gründung diente die Stadt als ein Militärstützpunkt, heutzutage sind in ihrer Umgebung sieben Forts zu sehen, die sich stolz an den Abhängen der Alpen erheben. Die Forts sind miteinander mit unterirdischen Galerien verbunden, was die Stadt noch uneinnehmbarer machte.


St. Véran

In 2042 m Höhe, mitten im Regionalen Naturpark von Queyras, liegt das Bergdorf Saint-Véran, das als eines der schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet wurde und zudem auch die höchstgelegenste Gemeinde in Europa ist. Dieses schöne Dorf, das in einer außergewöhnlichen natürlichen Umgebung liegt, hat aus seiner Vergangenheit ein bemerkenswertes Architekturerbe bewahrt, das eindrucksvoll vom damaligen Leben auf dem Land erzählt.

Malerische Naturstammhäuser (diese kleinen Holzhäuser bestehen aus aufeinandergeschichteten Holzstämmen und dienen im Winter der Trocknung und Lagerung von Futter), eine als historisches Monument klassifizierte Kirche und alte Häuser mit Dächern aus Lärchenschindel oder Klingstein prägen das Bild. Bei einem Spaziergang entdeckt man auch Springbrunnen aus Holz, Kapellen, Sonnenuhren, aus der einstigen Zeit.

 


Über die Strada dell' Assietta zum Colle delle Finestre 2.176 m

Die Assietta Kammstraße ist eine der beliebtesten Kammstraßen der Westalpen in 2.500 m Höhe. Die Straße ist landschaftlich einmalig und stellt keine zu hohen Ansprüche. Sie ist eine Sand- und Schotterpiste und hat eine Länge von ca. 35 Kilometern. Bei schlechtem Wetter sollte die Straße eher gemieden werden. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb und entsprechender Bodenfreiheit ist sehr empfehlenswert auch wenn hier immer wieder auch normale PKW’s fahren.  

Wir wollten von Sestriere aus die Straße befahren, aber diese Auffahrt war gesperrt. Wir sind dann weiter auf der SP 23r R gefahren und in Chambons fuhren wir dann hoch. Leider wurde es oberhalb ca. 2.000 m neblig. Bei der Rast auf der Alpe Pintas entschlossen wir, nicht den Colle dell' Assietta zu fahren sondern den Colle delle Finestre. Von dort aus sind wir in das Susa-Tal abgefahren. 


Wir durften wieder einen sehr beeindruckende und mit traumhaften Naturschönheiten bereicherte Reise erleben. Wir werden unserer "Grande Route des Alpes" bestimmt fortsetzen.